Auf einen Blick
- Pfotenlecken ist ein Symptom – mit verschiedenen möglichen Ursachen
- Top-Auslöser: Atopie (Umweltallergie), Futterunverträglichkeit, Pilzbefall, Verletzung, Stress
- Selbstheilung gibt es nicht – das Lecken wird mit der Zeit oft schlimmer
- Monoprotein-Futter kann bei vermuteter Futtermittelreaktion sinnvoll sein
- Tierarzt bei feuchten Stellen, Rötung, Krusten, Verfilzung oder offenem Gewebe
Warum leckt mein Hund seine Pfoten?
Hunde lecken ihre Pfoten zur Reinigung – das ist normal. Wenn das Lecken aber zur Routine wird, regelmäßig stundenlang dauert oder das Fell zwischen den Ballen feucht und bräunlich verfärbt ist (Speichelporphyrin), liegt fast immer ein Auslöser zugrunde.
| Ursache | Typische Anzeichen |
|---|---|
| Atopische Dermatitis | Saisonal oder ganzjährig, oft auch Achseln, Schnauze, Ohren betroffen |
| Futterunverträglichkeit | Ganzjährig, gleichzeitig Ohren, Verdauungsprobleme |
| Hefepilz (Malassezia) | Süßlicher Geruch, fettiges, rotbraun verfärbtes Fell zwischen den Ballen |
| Fremdkörper, Verletzung | Plötzlicher Beginn, eine Pfote betroffen, evtl. Lahmheit |
| Stress, Langeweile | Oft in Ruhephasen oder bei Überforderung, beide Pfoten betroffen |
| Trockene Ballen | Sichtbar trocken, rissig, oft im Winter durch Streusalz |

Was Du selbst tun kannst
1. Pfoten nach jedem Spaziergang abspülen
Lauwarmes Wasser reicht. Im Winter zusätzlich Streusalz abwaschen, im Sommer Pollen oder Gräser. Pfoten danach gut trockentüpfen – vor allem zwischen den Ballen.
2. Pfoten und Zwischenräume gründlich prüfen
- Fremdkörper (Grannen!) zwischen den Zehen?
- Risse, Schwellungen oder Wärme einzelner Stellen?
- Krallenbettentzündung sichtbar?
- Rotbraune Verfärbung? Das ist meist Speichel – ein Indiz für längeres Lecken
3. Monoprotein-Futter testen
Olivry & Mueller (2017) sehen die Eliminationsdiät als zentrale Maßnahme bei vermuteten Futtermittelreaktionen. Bei FAVLY geeignet:
- Complete Pferd oder Complete Ente
- Freiland Iberico, Weidelamm oder Kaninchen Trockenfutter (alle Monoprotein)
- Snacks: PURE Bites Pferd oder PURE Bites Veggie
4. Haut von innen begleiten
Lenox (2016) beschreibt die Bedeutung von Omega-3-Fettsäuren für die Hautbarriere. HEPASKIN Pulver kombiniert Vitalstoffe und Kräuter, die Haut und Fell begleiten können.

5. Beschäftigung & Ruhe
Wenn das Lecken in Ruhephasen auftritt, lohnt sich Schnüffelarbeit, ruhige Routinen und ggf. eine sanfte Beruhigungsbegleitung mit RELAX Pulver. Stress und Selbstberuhigung sind eng verknüpft.
Wann zum Tierarzt?
- Das Lecken seit über 2 Wochen besteht
- Feuchte Stellen, Rötung oder Nässen entstehen
- Krallenbettentzündung oder ölig-fettige Stellen sichtbar sind
- Dein Hund Schmerzen zeigt oder lahmt
- Gleichzeitig Ohrenentzündungen oder Hautprobleme dazukommen
Häufige Fragen
Warum sind die Pfoten meines Hundes rotbraun verfärbt?
Das ist meist Speichelporphyrin – ein Pigment im Speichel, das helles Fell rotbraun färbt, wenn ein Hund regelmäßig leckt. Es ist also ein Indiz, kein eigenes Krankheitsbild.
Soll ich meinem Hund das Lecken verbieten?
Das gelegentliche „Ach lass´ das“ bringt selten Erfolg, weil das Lecken meist eine Ursache hat. Ein Body oder Schutzkragen kann kurzfristig helfen, während Du die Ursache abklärst – vor allem nachts, damit die Stellen heilen können.
Welche Hausmittel helfen kurzfristig?
Schwarzteespülungen wirken adstringierend, Kamillenkompressen werden traditionell zur Hautberuhigung verwendet. Bei vermutetem Hefepilz keine Hausmittel, sondern direkt tierärztlich abklären.
Kann eine Futterumstellung wirklich helfen?
In vielen Fällen ja – vor allem, wenn eine Unverträglichkeit zugrunde liegt. Eine konsequente Eliminationsdiät braucht 6–8 Wochen, um Wirkung zeigen zu können. Während dieser Zeit auch Leckerlis und Tischreste anpassen.
Wie sieht ein Hefepilz auf den Pfoten aus?
Typisch sind ein süßlicher, brötchenähnlicher Geruch, fettig-feuchtes Fell zwischen den Ballen und intensive Rotbraunfärbung. Die Diagnose stellt die Tierärztin durch Abstrich und Mikroskopie.
Wenn die Pfoten nicht mehr wissen, wohin
Pferd und Ente sind unsere mildesten Eiweißquellen — perfekt für die Eliminationsdiät, wenn der Verdacht auf Futterunverträglichkeit besteht.
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