Auf einen Blick
- Fellwechsel im Frühjahr und Herbst ist normal – dauert etwa 6–8 Wochen
- Pathologisches Haaren: kahle Stellen, Schuppen, stumpfes Fell, Juckreiz
- Omega-3 und Omega-6 sind zentral für eine intakte Hautbarriere
- Hochwertiges Protein liefert Bausteine für neues Fell
- Tierarzt bei kahlen Stellen, Symmetrie, ständigem Juckreiz oder Hauterkrankungen
Wann ist Haaren normal?
Hunde wechseln zweimal im Jahr ihr Fell – im Frühjahr legen sie die warme Unterwolle ab, im Herbst kommt sie wieder dazu. Das ist eine normale Anpassung an die Temperaturen und keine Krankheit. Auch während dieser Zeit verlieren manche Hunde spürbar mehr Fell als andere. Faktoren:
- Rasse: Husky, Labrador, Bernhardiner haaren mehr als Pudel oder Schnauzer
- Wohntemperatur: Innen lebende Hunde haaren oft das ganze Jahr leicht
- Alter: Welpen tauschen Wollfell gegen Erwachsenenfell
- Hormone: Läufigkeit, Trächtigkeit, Kastrationsstatus beeinflussen Fellzyklus

Fellwechsel oder Problem? Daran erkennst Du den Unterschied
| Fellwechsel (normal) | Problematisch |
|---|---|
| Saisonal, 6–8 Wochen | Ganzjährig stark, ohne Ende |
| Gleichmäßig über den ganzen Körper | Lokale Bereiche, kahle Stellen |
| Fell bleibt glänzend | Stumpf, brüchig, schuppig |
| Haut darunter gesund, rosa | Rot, gereizt, verkrustet |
| Kein Juckreiz | Ständiges Kratzen, Lecken |

Welche Inhaltsstoffe Haut und Fell begleiten
Watson (1998) und Lenox (2016) zeigen in ihren Arbeiten, wie eng Ernährung und Hautgesundheit verknüpft sind. Diese Bausteine wirken zusammen:
Hochwertiges Protein
Fell besteht zu über 90 % aus Keratin – also Eiweiß. Dein Hund braucht täglich frisches, gut verdauliches Protein, um Fell aufzubauen. Sortenrein gegartes Nassfutter wie FAVLY Complete oder kaltgepresstes Trockenfutter aus Freiland Iberico oder Weidelamm liefert diese Bausteine in hoher Bioverfügbarkeit.
Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren
Lenox (2016) beschreibt, dass ein ausgewogenes Verhältnis dieser Fettsäuren die Hautbarriere positiv beeinflussen kann. Quellen sind:
- Lachsöl, Algenöl (Omega-3)
- Hanföl, Leinöl (Omega-3 und Omega-6 ausgewogen)
- Geflügel- und Lammfett (Omega-6)
Biotin, Zink und Vitamin E
Diese Mikronährstoffe tragen zur normalen Hautfunktion bei. HEPASKIN Pulver kombiniert Kräuter wie Brennnessel mit pflanzlichen Inhaltsstoffen, die Haut- und Fellgesundheit begleiten können.
Hilfreiche Routinen für den Alltag
- Regelmäßig bürsten: 2–3 Mal pro Woche – im Fellwechsel auch täglich
- Furminator oder Unterwoll-Bürste bei dichten Felltypen
- Bad nur bei Bedarf: Zu häufiges Baden trocknet die Haut aus
- Salzfreie Brühen als Top-Topping liefern Flüssigkeit + Aminosäuren
- Lachs- oder Hanföl 1 TL pro 10 kg Körpergewicht täglich
Wann zum Tierarzt?
- Kahle Stellen entstehen oder sich symmetrisch ausbreiten
- Hautreizungen, Krusten oder Nässen auftreten
- Der Hund gleichzeitig stark kratzt oder leckt
- Das Fell schon vor dem Bewegen aus dem Hund fällt
- Begleitsymptome wie Gewichtsveränderung oder Antriebslosigkeit dazukommen
Symmetrischer Haarausfall kann auf hormonelle Ursachen hindeuten (Schilddrüse, Cushing). Lokaler, fokaler Haarausfall mit Rötung weist eher auf Allergien oder Hautinfekte hin.
Häufige Fragen
Mein Hund haart das ganze Jahr – ist das normal?
Bei innen lebenden Hunden kommt das häufig vor, weil sie keine klaren Temperaturwechsel erleben. Solange das Fell glatt und die Haut darunter gesund ist, ist das im Rahmen.
Hilft Lachsöl wirklich gegen Haarausfall?
Lachsöl liefert Omega-3-Fettsäuren, die laut Lenox (2016) die Hautbarriere positiv beeinflussen können. Effekte zeigen sich oft erst nach 6–8 Wochen kontinuierlicher Gabe. Es ist eine Begleitung, kein Heilmittel.
Wie lange dauert der Fellwechsel?
Bei den meisten Hunden 6–8 Wochen, manchmal bis zu 12 Wochen. Lange Fellwechsel deuten oft auf ein gestörtes Hautmilieu hin und sollten beobachtet werden.
Kann eine Futterumstellung helfen?
Ja, oft sehr deutlich. Schlechte Proteinqualität oder ein Mangel an essenziellen Fettsäuren spiegelt sich nach 2–3 Monaten direkt im Fellbild wider. Eine bewusste Umstellung auf hochwertige, gut verdauliche Nahrung lohnt sich.
Soll ich meinen Hund scheren?
Bei langhaarigen Hunden ja – bei kurzhaarigen oder doppelfelligen Hunden (Spitz, Husky, Bernhardiner) auf keinen Fall. Das Fell schützt vor Hitze, Kälte und Sonne. Lieber regelmäßig die Unterwolle ausbürsten.
Glänzendes Fell beginnt unter der Haut
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