Getreidefreie Ernährung bei Hunden

Immer mehr Hundebesitzerinnen fragen sich, ob ihr Hund eigentlich Getreide braucht. Vielleicht hast Du selbst schon bemerkt, dass Dein Hund nach dem Fressen Verdauungsbeschwerden hat, Juckreiz zeigt oder einfach nicht so vital wirkt, wie er könnte. Eine getreidefreie Ernährung kann eine sinnvolle Option sein – wir erklären Dir hier verständlich, was dahintersteckt und worauf Du achten kannst.

Auf einen Blick

  • Was bedeutet das: Hundefutter ohne Weizen, Mais, Hafer, Roggen oder Gerste
  • Mögliche Vorteile: Bessere Verdauung, weniger Allergie-Auslöser, höhere Nährstoffdichte
  • Stattdessen verwendet: Süßkartoffel, Karotte, Kürbis, Reis
  • Unser Sortiment: (Fast) alle FAVLY-Produkte sind zu 100 % getreidefrei
  • Worauf achten: Hoher Fleischanteil, transparente Deklaration, keine Füllstoffe

Wann eine getreidefreie Ernährung sinnvoll sein kann

Es gibt einige Anzeichen, die darauf hindeuten können, dass Dein Hund Getreide nicht optimal verträgt. Diese Anzeichen sind nicht beweisend, können aber ein erster Hinweis sein – idealerweise besprichst Du die Beobachtungen mit Deiner Tierärztin.

  • Anhaltender Juckreiz, besonders an Pfoten, Ohren oder Bauch
  • Wiederkehrender Durchfall oder weicher Stuhl
  • Blähungen und Bauchgrummeln nach den Mahlzeiten
  • Stumpfes Fell oder vermehrter Haarausfall
  • Häufige Ohrenentzündungen
  • Antriebslosigkeit oder reduzierte Lebensfreude

Warum Getreide für manche Hunde problematisch sein kann

Hunde stammen evolutionär vom Wolf ab und haben sich zwar an die Ernährung an unserer Seite angepasst – ihr Verdauungssystem ist aber nach wie vor auf tierisches Eiweiß und Gemüse spezialisiert. Größere Mengen Getreide können daher Herausforderungen mit sich bringen:

Eingeschränkte Verdaulichkeit

Hunde haben im Vergleich zum Menschen weniger Amylase im Speichel – jenes Enzym, das Stärke aufspaltet. Getreide-Stärke wird dadurch oft nicht optimal verwertet und kann den Verdauungstrakt belasten.

Mögliches Allergie-Potenzial

Weizen-Gluten gehört zu den fünf häufigsten Auslösern für Futtermittel-Unverträglichkeiten beim Hund. Bei sensiblen Tieren kann ein konsequenter Verzicht Erleichterung bringen.

Höhere Blutzucker-Schwankungen

Schnell verdauliche Getreide-Kohlenhydrate können stärkere Blutzucker-Schwankungen verursachen als komplexe Gemüse-Kohlenhydrate – vor allem für ältere Hunde relevant.

Versteckte Füllstoffe

In vielen herkömmlichen Hundefuttern wird Getreide als günstiges Füllmittel eingesetzt – auf Kosten des Fleischanteils. Bei getreidefreien Rezepturen bleibt mehr Platz für hochwertige Proteine.

Wertvolle Alternativen zu Getreide

In unseren FAVLY-Produkten setzen wir bewusst auf sanftere, gut verträgliche Kohlenhydratquellen, die viele Hunde gerne fressen und besser verwerten können.

Süßkartoffel

Liefert komplexe Kohlenhydrate, viele Ballaststoffe sowie Beta-Carotin. Sorgt für langanhaltende Sättigung und gilt als besonders gut verträglich – auch für sensible Hunde.

Karotte

Reich an Vitamin A und natürlichen Ballaststoffen, die die Verdauung unterstützen können. Enthält zudem Polyphenole, die als Antioxidantien geschätzt werden.

Kürbis

Mild, gut bekömmlich und reich an löslichen Ballaststoffen. Wird traditionell gerne bei Hunden mit empfindlichem Magen verwendet.

Kokosmehl

Eine glutenfreie Alternative zu Getreidemehl. Liefert mittelkettige Triglyceride (MCT), die als leicht verwertbare Energiequelle gelten.

🌿 Unser getreidefreies Sortiment

Fast alle FAVLY-Produkte – vom Nassfutter, Trockenfutter über die Funktionsprodukte bis zu den Trainingssnacks – sind zu 100 % getreidefrei. Statt günstiger Füllstoffe setzen wir auf hochwertige Zutaten in transparenter Deklaration.

Getreidefreies Sortiment entdecken

Wann Du den Tierarzt aufsuchen solltest

Bei folgenden Anzeichen empfehlen wir Dir, zeitnah eine Tierärztin oder einen Tierarzt aufzusuchen:

  • Anhaltender Juckreiz, der trotz Futterumstellung nicht besser wird
  • Chronischer Durchfall oder Erbrechen über mehr als 2 Wochen
  • Plötzlicher, ungeklärter Gewichtsverlust
  • Wiederkehrende Ohrenentzündungen
  • Hautveränderungen mit Wunden oder Eiterbildung
  • Verdacht auf Magen-Darm-Erkrankungen

Bitte habe im Hinterkopf: Eine frühe Abklärung kann viel Leid ersparen – sowohl Deinem Hund als auch Dir.

Häufig gestellte Fragen

Ist getreidefreies Futter für jeden Hund geeignet?

Grundsätzlich kann jeder gesunde Hund mit einer getreidefreien Ernährung gut versorgt werden. Bei speziellen Diätanforderungen sprich die Umstellung bitte vorab mit Deiner Tierärztin ab.

Was ist mit der DCM-Studie der FDA?

Die FDA untersuchte 2019 einen möglichen Zusammenhang zwischen bestimmten getreidefreien Futtern und Herzmuskelerkrankungen. Aktuelle Forschung deutet darauf hin, dass nicht das Fehlen von Getreide das Problem war, sondern unausgewogene Rezepturen mit sehr hohen Anteilen an Hülsenfrüchten.

Brauchen Hunde überhaupt Kohlenhydrate?

Nicht zwingend – Hunde können ihren Energiebedarf grundsätzlich auch aus Eiweiß und Fett decken. Komplexe Kohlenhydrate aus Gemüse sind aber wertvolle Ballaststoff-Lieferanten und unterstützen eine gesunde Darmflora.

Wie erkenne ich gutes getreidefreies Hundefutter?

Achte auf einen hohen Fleischanteil (idealerweise über 60 %), transparente Inhaltsstoff-Deklaration, Verzicht auf günstige Füllmittel und – falls Dein Hund sensibel reagiert – auf eine Monoprotein-Rezeptur.

Quellen & weiterführende Informationen

Weiterführende Artikel aus unserem Magazin

Du möchtest tiefer ins Thema einsteigen? In unserem Hunde-Magazin findest Du ausführliche Beiträge mit weiterführenden Informationen, Erfahrungswerten und praktischen Tipps:

Wichtiger Hinweis: Diese Seite dient ausschließlich Informationszwecken und ersetzt keine tierärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Die Inhalte wurden mit größter Sorgfalt zusammengetragen, dennoch übernehmen wir keine Gewähr für Vollständigkeit, Richtigkeit oder Aktualität. Bei anhaltenden Symptomen, Unsicherheiten oder akuten Beschwerden wende Dich bitte immer an Deine Tierärztin oder Deinen Tierarzt. Unsere Ergänzungsfutter sind keine Arzneimittel und nicht zur Behandlung, Heilung oder Vorbeugung von Krankheiten bestimmt – sie können die Ernährung Deines Hundes lediglich gezielt ergänzen. Die Wirkung einzelner Inhaltsstoffe kann individuell unterschiedlich ausfallen.