Hundeernährung von A bis Z - Grundwissen für jeden Fellnasenbesitzer

Hundeernährung von A bis Z - Grundwissen für jeden Fellnasenbesitzer

So individuell wie Deine Fellnase ist, so individuell sind auch die verschiedenen Fütterungsmöglichkeiten und Futtermittel. Damit Du für Deinen Hund und Dich das passende Futter auswählen kannst, haben wir Dir bereits einige Indikatoren und Tipps an die Hand gegeben mit denen es möglich ist, ein hochwertiges, gesundes und artgerechtes Futter zu finden. Dabei hast Du allerdings festgestellt, dass es vor allem auf die Zutaten ankommt. Unser nachfolgendes Lexikon bietet Dir noch tiefere Einblicke in die Welt der Nährstoffe und Zutaten. Außerdem erklären wie Dir Fachbegriffe wie Ballaststoffe, Kohlenhydrate und Rohfaser. Damit auch Du zum Profi in Sachen Hundeernährung werden kannst.

 

Nährstoffe, Nährstoffbedarf und Feuchtigkeit

Wir alle benötigen Nahrung, um unseren Nährstoffbedarf zu decken. Und so ist es auch bei unseren geliebten Vierbeinern. Aber was genau sind Nährstoffe eigentlich? Nährstoffe werden unterteilt in Makro- und Mikronährstoffe. Zu den Makronährstoffen gehören Proteine, Fette, Kohlenhydrate und Ballaststoffe. Vitamine, Mineralien und Spurenelemente gehören zu den Mikronährstoffen. Auch Wasser bzw. Feuchtigkeit gehört zu den Nährstoffen. In Futtermitteln sind viele unterschiedliche Nährstoffe enthalten. Einige davon sind essenziell. Das bedeutete, dass Dein Tier sie über die Nahrung zu sich nehmen muss und sie nicht selbst herstellen kann. Sowohl ein Mangel als auch ein Überschuss an Nährstoffen kann sich negativ auf die Gesundheit Deines Tieres auswirken.

Ein wichtiger Anteil des Futtermittels ist der Wasseranteil. Der Feuchtigkeitsanteil eines Futtermittels entscheidet sich im Wesentlichen durch die Art des Futters. So enthält Trockenfutter durch das Herstellungsverfahren mit ca. 10% Feuchtigkeitsgehalt deutlich weniger Feuchtigkeit als Nassfutter mit ca. 80%. Bei der Fütterung von Trockenfutter ist es wichtig, dass Dein Tier über den Tag verteilt genügend Flüssigkeit zu sich nimmt. Bei der Fütterung von Nassfutter wird der Flüssigkeitsbedarf Deines Tieres bereits zum Teil über die Futteraufnahme gedeckt. Ein zu hoher Feuchtigkeitsgehalt im Nassfutter weist allerdings auf eine geringere Energiedichte hin und führt dazu, dass eine größere Menge des Futters gefüttert werden muss.  Die Angaben zum Feuchtigkeitsgehalt findest Du unter den analytischen Bestandteilen.

 

Fleisch und Innereien

Die wohl wichtigste Zutat im Hundefutter sind Fleisch und hochwertige Innereien. Der Hund stammt als (Omni-)Carnivore vom Wolf ab und ist somit vor allen Dingen eins: Fleischfresser. Zwar hat sich unser Vierbeiner über die Jahre dem Menschen angepasst und neben Fleisch stehen selbstverständlich auch Obst, Gemüse, gut verdauliche Kohlenhydrate und Ballaststoffe sowie wertvolle Öle und Kräuter auf dem Speiseplan. Nichtsdestotrotz sollten Fleisch und hochwertige Innereien einen hohen Anteil des Futters ausmachen. Sie liefern für unsere Fellnasen unter anderem wichtige Proteine und Vitamine. Doch vor allem bei der Futtermitteldeklaration wird nicht immer angegeben, was genau sich an tierischen Inhaltsstoffen in dem Futter verbirgt. Oftmals findet sich der Begriff „Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse“. Dieser sagt weder aus, um welche Sorte Fleisch es sich handelt, noch lässt sich die Qualität daraus ableiten. Denn unter Nebenerzeugnisse fällt erstmal alles, was als Rohstoff für die Herstellung von Futtermitteln verwertbar ist. Daher solltest Du auf ein Futter mit diesem Inhaltsstoff verzichten und ein offen deklariertes Futter aus hochwertigen und gesunden Inhaltsstoffen wählen.

Hat Deine Fellnase eine sensible Verdauung oder eine Futtermittelallergie, hilft es auf ein hypoallergenes Futtermittel umzusteigen. Futtermittelallergien können durch unterschiedliche Faktoren ausgelöst werden.  Auslöser für Futtermittelallergien sind meistens Eiweiße und Eiweißverbindungen. Hypoallergene Futtermittel verzichten daher auf allergene Stoffe wie Gluten und weit verbreitete Fleischsorten wie Rind und Huhn. Bei Futtermittelallergien empfiehlt es sich zum Beispiel auf eine weniger verbreitete Fleischsorte wie Lamm, Pferd oder Wild zurückzugreifen.

 FAVLY Petfood_Hund hält einen Bund Karotten im Maul

 

Obst und Gemüse

Zu einer gesunden und ausgewogenen Ernährung unserer Hunde gehören neben Fleisch und hochwertigen Innereien auch Obst und Gemüse. Diese liefern zahlreiche Vitamine, Mineralien sowie Kohlenhydrate und Ballaststoffe und runden einen ausgewogenen Speiseplan ab. Es gibt jedoch nicht nur gesunde und für den Hund geeignete Obst- und Gemüsesorten. Vor allem bei Obst solltest Du aufgrund des enthaltenen Fruchtzuckers auf die Menge achten. Auch bei Zitrusfrüchten kommt es auf die Menge an, die Dein Hund frisst. Zitrusfrüchte enthalten sehr viel Fruchtsäure, die bei einem empfindlichen Vierbeiner schnell zu Magen-Darm-Beschwerden führen können.

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Kohlenhydrate und Ballaststoffe

Neben Fleisch, Innereien, Obst und Gemüse gibt es noch weitere gesunde und gut verdauliche Kohlenhydrat- und Ballaststoffquellen, die der Deckung des Nährstoffbedarfs unserer Fellnasen dienen. Wichtig ist hierbei, dass kein Gluten enthalten ist. Es gibt viele Getreidesorten wie Weizen und Gerste, die eine hohe Menge Gluten enthalten und dadurch allergieauslösend wirken können. Es spricht also nichts gegen glutenfreie Getreidesorten wie Reis oder Hirse. Auch Pseudogetreide wie Buchweizen kommt als wertvoller Nährstofflieferant in Frage.

Ballaststoffe sind unverdauliche Bestandteile von pflanzlichen Futtermitteln und werden auch als Rohfaser bezeichnet. Sie wirken durch ihre wasserbindende Eigenschaft verdauungsfördernd und sorgen dadurch für eine gesunde Darmflora. Außerdem binden sie giftige Stoffe im Darm und helfen so, diese abzutransportieren. Der Ballaststoffgehalt eines Futtermittels wird als Rohfasergehalt bezeichnet.

 

Fette und Öle

Fette werden auch Lipide genannt und sind organische Verbindungen, die aus der molekularen Verbindung Glyzerin und verschiedenen Fettsäuren zusammengesetzt sind. Sie können in fester und in flüssiger Form vorliegen. Tierisches Fett liegt meist in fester Form vor (z.B. Schweineschmalz), mit Ausnahme von Fischfett (z.B. Lachs Öl). Während pflanzliches Fett meist in flüssiger Form vorliegt (z.B. Rapsöl, Leinöl). Die enthaltenen Fettsäuren werden entsprechend ihrer Molekülgröße (kurz-, mittel- und langkettige Fettsäuren) und ihrer chemischen Bindung (gesättigte und ungesättigte Fettsäuren) unterschieden. Besonders relevant ist die Aufnahme von mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Diese sind essenziell für Deinen Hund, da er diese nicht selbst bilden kann. Fette sind in erster Linie Energieträger und werden vom Körper Deines Hundes für die notwendige Energieversorgung verwendet. Sie versorgen Deinen Hund mit essenziellen Fettsäuren und sind außerdem auch ein natürlicher Geschmacksträger. Du kannst Deinem Hund hochwertige und kaltgepresste Öle über sein Futter geben und dieses dadurch aufwerten. Wichtig ist auf die Qualität des Öls zu achten und ausschließlich kaltgepresstes Öl zu kaufen. Durch die schonende Verarbeitung bleiben mehr Vitamine und essenzielle Fettsäuren erhalten. Vor allem, wenn du Deinen Hund barfst, solltest Du dem Futter Öl hinzugeben. Auch Tiere mit erhöhter sportlicher Belastung profitieren von einer zusätzlichen Öl-Zugabe.

Fettsäuren dienen u.a. der Aufnahme von fettlöslichen Vitaminen und werden in Zellmembranen eingelagert. Dadurch haben sie Einfluss auf die Beschaffenheit wichtiger Organe und dienen als Schutzfunktion vor äußeren Einflüssen wie Kälte. Um eine optimale Verträglichkeit des Futtermittels zu erreichen ist ein ausgewogenes Verhältnis von Proteinen, Kohlenhydraten und Fetten wichtig. Zu viel Fett im Hundefutter führt schnell zu Übergewicht, während zu wenig Fett dazu führen kann, dass der Körper Deines Hundes nicht ausreichend mit essenziellen Fettsäuren versorgt wird. Du erkennst den Fettgehalt eines Futtermittels in den Angaben zu den analytischen Bestandteilen.

FAVLY Petfood_Hund frisst Petersilie

 

Kräuter und Superfoods

Es gibt eine Vielzahl an Kräutern und natürlichen Futterzusätzen, die für unsere Hunde geeignet sind und sogar Krankheiten vorbeugen oder ihre Behandlung unterstützen können. Schon der Vorfahr unserer Hunde, der Wolf, hat über den Mageninhalt seiner Beutetiere Wildkräuter aufgenommen und von den natürlichen Heilkräften dieser profitiert. Kräuter liefern zudem wertvolle Mineralstoffe und Vitamine. Allerdings dienen Futterzusätze nicht als Ersatz für eine ausgewogene und gesunde Ernährung Deines Hundes.

Füllmittel und ungesunde Zusätze

Einige Futtermittel enthalten ungesunde Füllmittel und Zusätze, die auf den ersten Blick nicht als solche zu erkennen sind. Bei der Produktion werden zum Beispiel kostengünstige Füllmittel wie Weizen, (Neben-) Erzeugnisse aus der Back- oder Milchindustrie sowie Zucker eingesetzt, um ein Futtermittel möglichst kostengünstig produzieren zu können. Leider kann dies zum Nachteil der Gesundheit unserer geliebten Vierbeiner geschehen. Füllmittel und Zusätze können Futtermittelunverträglichkeiten, Allergien und (schwere) Erkrankungen auslösen. Daher solltest Du zum Wohle Deines Tieres auf diese Inhaltsstoffe verzichten und Dich für ein gesundes und artgerechtes Futter entscheiden. Die Qualität eines Futtermittels kannst Du zum Beispiel daran erkennen, dass keine ungesunden Zusatzstoffe enthalten sind. Wenn Du Dir sicher sein möchtest, welche Inhaltsstoffe verarbeitet wurden, solltest Du ein offen deklariertes Futtermittel auswählen.

 

Vitamine und Mineralien

Vitamine und Mineralien gehören zu den Mikronährstoffen und dürfen bei einer ausgewogenen und gesunden Ernährung Deines Hundes nicht fehlen. Vor allem Obst und Gemüse liefern Deiner Fellnase wichtige Vitamine und Mineralstoffe und sollten daher auf jedem Speiseplan zu finden sein. Mineralstoffe und einige Vitamine können vom Körper Deines Vierbeiners nicht selbst gebildet werden und müssen deshalb über die Nahrung aufgenommen werden. Ein Mangel kann zu Stoffwechselstörungen und infolgedessen zu schweren Erkrankungen führen. Aber auch eine Überversorgung von Vitaminen und Mineralstoffen kann die Gesundheit Deiner Fellnase schädigen.

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